Blutarmut (Anämie)

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Blutarmut (Anämie) durch Folsäuremangel
Prof. Dr. med. Eckhard Alt, Facharzt für Innere Medizin

Was ist Blutarmut?
Unter Blutarmut (Anämie) versteht man einen Mangel an roten Blutkörperchen oder rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin). Das Hämoglobin ermöglicht den Transport von Sauerstoff aus der Lunge in die verschiedenen Gewebe des Körpers. Die Körperzellen benötigen den Sauerstoff für die Energiegewinnung.

Wie entsteht Blutarmut?
Blutarmut entsteht entweder durch mangelhafte Produktion oder größeren Verlust von roten Blutkörperchen.

Die roten Blutkörperchen werden im Knochenmark gebildet und haben eine Lebensdauer von etwa vier Monaten. Zur Bildung von roten Blutkörperchen benötigt der Körper unter anderem Eisen, Vitamin B12 und Folsäure. Besteht ein Mangel an einem oder mehreren dieser Stoffe, so beeinträchtigt dies mit der Zeit die Produktion von roten Blutkörperchen. Die Folge: es kommt zur Blutarmut.

Ein Mangel an Folsäure kann folgende Ursachen haben:

Folsäurearme Ernährung: Vor allem Alkoholiker, Drogenabhängige, aber auch ältere Menschen mit einer einseitigen Ernährung sind gefährdet.
Erhöhter Bedarf: Dieser besteht bei vermehrter Zellproduktion, etwa bei Überproduktion von roten Blutkörperchen auf Grund von Blutzellzerfall (hämolytische Anämie), während der Schwangerschaft, während Phasen starken Wachstums (Pubertät) und auch bei Patienten in chronischer Dialysebehandlung.
Verminderte Aufnahme bei Dünndarmerkrankungen, die eine generell herabgesetzte Nahrungsaufnahme verursachen, z. B. Glutenallergie (Zöliakie).
Längere Einnahme bestimmter Medikamente, u. a. Kontrazeptiva (Pille), Antibiotika
Welche Symptome treten auf?
Die typischen Symptome einer Blutarmut sind:

Müdigkeit
Konzentrationsstörungen
Blässe, vor allem an den Innenseiten der Lippen und Augenlider, sowie am Zahnfleisch
Atemnot
Herzklopfen
Ohrensausen
Schwindel
Weitere typische Symptome eines Folsäuremangels: Eine rötliche, glatt erscheinende Zunge, beeinträchtigter Geschmackssinn, Verdauungsstörungen, Magendruck, Durchfall.

Wie stellt der Arzt die Diagnose?
Zuerst muss der Arzt sicher sein, dass ein Blutmangel vorliegt. Dies geschieht durch die Entnahme von Blutproben. Die roten Blutkörperchen werden unter dem Mikroskop untersucht. In der Regel sind die bei Folsäuremangel vergrößert. Der Folsäuregehalt des Blutes wird bestimmt und ist verringert.

Wie behandelt man einen Folsäuremangel?
Die Behandlung des Folsäuremangels hängt von den Ursachen ab:

Ausschalten der Ursachen
Folsäurereiche Ernährung
Behandlung mit Medikamenten: Folsäurepräparate
Wie verhindert man Folsäuremangel?
Essen Sie eine abwechslungsreiche Kost.
Achten Sie auf ausreichende Zufuhr an Folsäure vor allem während der Schwangerschaft, in der Stillperiode, bei Säuglingen und während der Pubertät.
Folsäure ist besonders in Bohnen, grünem Gemüse, Haferflocken, Pilzen, Leber, Hefe oder Spargel enthalten.
Mögliche Komplikationen
Bei Folsäuremangel während der Schwangerschaft ist das Risiko für das Baby, an einer Spina bifida (an einer angeborene Spaltbildung im hinteren Teil der Wirbelsäule) zu erkranken, erhöht.

Prognose
Durch Behandlung des auslösenden Faktors und durch die vollständige Deckung des Folsäurebedarfs wird der Patient völlig geheilt.
 
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