Alzheimer!!!

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Dr. med. Patrick Bussfeld

Beschreibung
Die Alzheimer-Krankheit wird auch Morbus Alzheimer oder "Demenz vom Alzheimer-Typ" genannt. Unter dem Begriff Demenz versteht man den Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit. Die Alzheimer-Krankheit zeichnet sich vor allem durch eine anfängliche Gedächtnisschwäche aus, die im Verlauf zunimmt und zu einem völligen Verlust der Urteilsfähigkeit und der Persönlichkeit führen kann. Die Alzheimerdemenz ist die häufigste Form aller Demenzerkrankungen.

Erstmals wurde diese Krankheit 1906 dokumentiert, als der Würzburger Nervenarzt Alois Alzheimer über seine Patientin Auguste D. notierte: "Eine Frau von 51 Jahren zeigte als erste auffällige Krankheitserscheinung Eifersuchtsideen gegen den Mann. Bald machte sich eine rasch zunehmende Gedächtnisschwäche bemerkbar, sie fand sich in ihrer Wohnung nicht mehr zurecht, schleppte Gegenstände hin und her, versteckte sie, zuweilen glaubte sie, man wolle sie umbringen und begann, laut zu schreien." Als Auguste D. fünf Jahre später starb, untersuchte Alzheimer ihr Gehirn und fand darin steinharte Ablagerungen, die sogenannten Plaques.

Alzheimer - Ursachen

Ablagerungen in den Gehirnzellen
Die Azheimer-Krankheit beginnt meist schon mehrere Jahrzehnte, bevor die ersten Symptome auftreten. Dabei entstehen im Gehirn Ablagerungen aus Eiweißbruchstücken, so genannte Amyloide. Forscher unterscheiden bei den Amyloiden mikroskopisch kleine Fasern, die Fibrillen, und kugelförmige Ablagerungen, die Plaques. Diese Ablagerungen behindern offenbar die Kommunikation der Nervenzellen untereinander.

Im Laufe der Zeit sterben bei Alzheimer die Nervenzellen vor allem in den Regionen des Gehirns ab, die an der Entwicklung von Gedächtnis, Sprache und Denkfähigkeit beteiligt sind. Ob die Ablagerungen die Ursache oder eine Begleiterscheinung des Zelltodes darstellen, ist bisher nicht geklärt. Ebenso ist die eigentliche Ursache des Azheimer-Leidens noch immer unbekannt. Vieles deutet darauf hin, dass es mehrere Auslöser gibt.

Erbliche Faktoren
Nur in Ausnahmefällen wird die Alzheimer-Krankheit durch Genveränderungen ausgelöst und bricht dann schon in jüngerem Alter aus. Dies kann zum Beispiel passieren, wenn die Erbinformation des Amyloid-Vorläufer-Proteins (APP) geschädigt ist. Es bilden sich vermehrt schädliche Spaltprodukte von APP, die den Hauptanteil der Plaques bilden. Ähnlich wirken sich Veränderungen anderer Gene aus, der Präseniline. Sie erhöhen die Aktivität von Schneidemolekülen, die das APP in seine krankmachenden Bestandteile zerlegen, und beschleunigen deshalb ebenfalls die Klumpenbildung im Gehirn und somit Alzheimer.

Der wichtigste genetische Risikofaktor bei Alzheimer ist ein Molekül (ApoE), welches am Transport von Cholesterin im Blut beteiligt ist. Die Erbinformation für ApoE kommt in drei Varianten vor. Eine Variante (ApoE4) erhöht das Krankheitsrisiko von Alzheimer in etwa um das Zwei- bis Dreifache, eine andere Variante (ApoE2) senkt das Risiko. Ein Bluttest könnte zwar klären, welche dieser Genvarianten ein Mensch in sich trägt. Ärzte- und Patientenverbände empfehlen diesen Test jedoch nur, um die Sicherheit der Diagnose bei schon bestehenden Gedächtniseinbußen zu erhöhen. Diese Untersuchung bei Alzheimer-Betroffenen oder ihren Verwandten kommt dann in Betracht, wenn ein bestimmtes Vererbungsmuster vorliegt.
 
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